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Landesverbandstag des DFV Baden-Württemberg 2026 in Herbolzheim
Welche Unterstützung benötigen Familien für eine gute Teilhabe im Gemeinwesen?
Zu diesem Thema tauschten sich der Landesvorstand, die Regionalverbände und die Mitglieder des Deutschen Familienverbandes Baden-Württemberg (DFV BW) mit den Referent*innen und Gästen am Samstag, 28.03.2026 im Torhaus in Herbolzheim aus, um potenzielle, zukünftige neue Unterstützungsmöglichkeiten für Familien herauszuarbeiten.
Alexander Schoch, Vorstandsvorsitzender des DFV BW, eröffnete die Veranstaltung mit den Fragen Wie können Familien unterstützt und finanziell entlastet werden? Und wie kann die Teilhabe von Familien gefördert werden?
Thomas Gedemer, Bürgermeister von Herbolzheim, hob in seinem Beitrag die Bedeutung der Familie als zentraler Lebensbereich für die Menschen in einer Kommune hervor. Daraus resultiere die Notwendigkeit, so Gedemer, die Familien zu stärken. So betrachtet er es als seine Aufgabe, sich für die Interessen von Familien einzusetzen. So wurde z.B. eine Idee von Bgm. Gedemer aufgenommen, dass Familien mit geringerem Einkommen im Rahmen eines Pilotprojektes die Kita Gebühren nach einem Solidaritätsprinzip bezahlen könnten. Ein weiteres Modellprojekt ist das von Tübingen, wo die Kitagebühren über die Grundsteuer finanziert wird und dadurch eine Gebührenfreiheit für die Eltern besteht.
Alexander Lamy, Jugendamtsleiter in Herbolzheim, arbeitete die bereits vorhandenen Unterstützungs-, Beratungs- und Fördermöglichkeiten für Familien in seiner Region heraus. Gleichzeitig hob er die Herausforderung hervor, wie die bereits bestehenden Angebote und Möglichkeiten ihre Zielgruppe erreichen bzw. entsprechende Zugänge geschaffen werden könnten. Ein wichtiges Element für eine zukunftsorientierte Unterstützung der Familien sind z.B. Familienzentren an denen niederschwellig entsprechende Angebote gewährleistet werden könnten.
Eva Knapp, als eine Vertreterin des Gesamtelternbeirats der Kitas in Herbolzheim, zeichnete ein heterogenes Bild der Lebensrealitäten von Familien. Entsprechend seien für bestimmte Gruppen die Hürden für eine gesellschafts-politische Teilhabe groß. Grundsätzlich müsse ein Perspektivwechsel vollzogen werden. Die Eltern müssten als Expert*innen ihres Alltags gesehen werden. Die Rahmenbedingungen und Angebote müssten so gestaltet werden, dass diese für ihre Zielgruppe auch passend und zugänglich seien. Hierfür bedürfe es kreativer Formate – auch um die gesellschafts-politische Teilhabe von Familien zu fördern.
Insgesamt zeigte der Landesverbandstag eine große Einigkeit darin, dass es stärker darum gehen müsse, kreative Formate zu schaffen, um die gesellschafts-politische Teilhabe der heterogenen Zielgruppe der Familien zu fördern. Gleichzeitig bedürfe es neuer Wege, dass Unterstützungs-, Beratungs- und Förderangebote auch die Menschen niederschwellig erreichen könnten.






